San Marco ist das Venedig der Postkarten — und das aus gutem Grund. Hier konzentrierte sich über tausend Jahre lang die politische und religiöse Macht der Republik, und die Dichte an Sehenswürdigkeiten ist nirgendwo sonst in der Stadt vergleichbar.
Was es hier gibt
Die Piazza San Marco selbst, Napoleons berühmtes "Wohnzimmer Europas", umgeben von Arkaden und geprägt von der Basilika San Marco mit ihren byzantinischen Mosaiken. Daneben der Dogenpalast (Palazzo Ducale) — jahrhundertelang Sitz der venezianischen Regierung — und der Campanile, dessen Aussichtsplattform den besten Überblick über die Stadt bietet. Direkt neben dem Platz verbindet die Seufzerbrücke den Palast mit den alten Gefängnissen.
So besichtigt man ihn richtig
Der Platz ist vom späten Vormittag bis zum späten Nachmittag am vollsten, wenn Tagesgruppen von Kreuzfahrtschiffen und vom Festland zusammenströmen. Wer zur Öffnungszeit oder in der Stunde vor Sonnenuntergang kommt, erlebt denselben Platz auf ganz andere Weise. Zeitfenster-Tickets für Basilika und Dogenpalast im Voraus zu buchen spart in der Hochsaison spürbar Zeit.
Jenseits des Platzes
Das Sestiere San Marco reicht weit über den Platz hinaus — die Straßen zur Rialtobrücke bieten die größte Einkaufsdichte der Stadt, während die ruhigeren Ecken zum Opernhaus La Fenice hin einen langsameren Spaziergang belohnen, sobald man die Hauptrouten verlassen hat.
Praktische Hinweise
Dies ist das teuerste Sestiere zum Essen und Übernachten — ein kurzer Spaziergang Richtung Castello oder über eine Brücke nach San Polo bietet oft dieselbe Qualität für weniger Geld. Öffentliche Toiletten und Trinkwasserbrunnen (nasoni) sind auf offiziellen Touristenkarten verzeichnet — an einem heißen Tag lohnt es sich, sie früh zu finden.