Giudecca liegt gleich auf der anderen Seite des Giudecca-Kanals gegenüber Dorsoduro — nah genug, um in wenigen Minuten mit dem Vaporetto zu erreichen, weit genug entfernt, um sich nach dem Aussteigen wie ein wirklich anderes, ruhigeres Venedig anzufühlen.
Was es hier gibt
Il Redentore, eine von Andrea Palladio als Dank für das Ende einer Pestepidemie im 16. Jahrhundert erbaute Kirche, ist das Wahrzeichen der Insel und gibt dem jeden Juli hier gefeierten Redentore-Fest seinen Namen, wenn für ein ganzes Wochenende eine provisorische Pontonbrücke die Insel wieder mit Dorsoduro verbindet. Das Gebäude selbst gehört zu Palladios besten Werken, mit einem ruhigen, fast mathematisch präzisen Innenraum, der einen ruhigen Besuch außerhalb der Festsaison belohnt.
Historisch eine Industrieinsel — Werften, Getreidespeicher, ein ehemaliges Gefängnis — wurde ein Großteil von Giudeccas Uferbereich in Hotels, Gärten und Kulturräume umgewandelt, während die Straßen im Inneren ruhig wohnlich bleiben.
Die Aussicht
Giudeccas nördliches Ufer blickt direkt über den Kanal auf Dorsoduro und die Zattere und macht es zu einem der besten Orte Venedigs, um die Stadt mit etwas Abstand zu betrachten — besonders bei Sonnenuntergang mit Blick auf die Kuppel der Salute.
Praktische Hinweise
Wer auf Giudecca übernachtet, muss bei jedem Ausflug in Richtung Hauptbesichtigungsgebiet eine kurze Vaporetto-Fahrt einplanen — ein echter Kompromiss, der aber wirklich ruhige Abende und einige der schönsten Hotelblicke der Stadt für den Preis bietet.