San Polo ist Venedigs kleinstes Sestiere, aber es hat mehr zu bieten, als seine Größe vermuten lässt — hier ist der Rialtomarkt seit fast tausend Jahren in Betrieb, und seine Straßen gehören zu den ältesten und verwinkeltsten der Stadt.

Was es hier gibt

Die Basilika dei Frari, eine gewaltige gotische Kirche, beherbergt bedeutende Werke von Tizian (einschließlich seines eigenen Grabmals) und Bellini und ist für Interessierte an venezianischer Malerei eine echte Alternative zur Accademia — meist mit einem Bruchteil der Warteschlange. In der Nähe zeigt die Scuola Grande di San Rocco einen der umfangreichsten und vollständigsten Gemäldezyklen Tintorettos, der Wände und Decke eines ganzen Gebäudes bedeckt.

Der Campo San Polo, der Hauptplatz des Sestiere, ist einer der größten Venedigs und beherbergt manche Sommer ein Freiluftkino — ein guter Hinweis darauf, wie wohnlich diese Gegend hinter dem Markttrubel bleibt.

Die Marktstraßen

Das Gewirr von Straßen, die von der Rialtobrücke ausstrahlen — Ruga Rialto, die Fisch- und Obst-/Gemüsemärkte und die umliegenden Bacari — bildet Venedigs ältestes Geschäftsviertel, das größtenteils noch so funktioniert wie vor Jahrhunderten: Marktmorgen, Bacaro-Hopping am Abend.

Praktische Hinweise

Die geringe Größe San Polos macht es leicht, es zu Fuß mit San Marco oder Santa Croce zu kombinieren, aber seine Marktstraßen gehören ab dem späten Vormittag auch zu den vollsten der Stadt — ein früher Besuch belohnt mit einem funktionierenden Markt und noch leeren Straßen zugleich.